Edelstahl

Edelstahl ist allgemein die Bezeichnung für legierte oder unlegierte Stähle mit besonderen Reinheitsgraden. Da im Alltag meist rostfreie Stähle als Edelsthl bezeichnet werden sollten nur diese beschrieben werden.

"Rostfreier" Stahl zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Chrom (Cr) aus. Das hat den Effekt, dass sich durch die einen hohen Chromanteil eine schützende und dichte Passivschicht aus Chromoxid an der Werkstoffoberfläche ausbildet. Es können noch weitere Legierungsbestandteile wie z.B. Nickel (Ni), Molybdän (Mo), Mangan (Mn) dem Stahl zugeführt sein, die diesem eine noch bessere Korrosionsbeständigkeit - oder günstigere mechanische Eigenschaften hervorrufen.

Positive Eigenschaften rostfreier Stähle sind:
- erhöhte Beständigkeit gegen Korrosion und Säuren hohe Zähigkeit
- guten Verformbarkeit von Blechen

Negative Eigenschaften rostfreier Stähle sind:
- schlechte Zerspannbarkeit
- Neigung zum fressen bei Verschraubungen
- niedrige Zugfestigkeit

Weitere Eigenschaften sind:
- schlechte Wärmeleitfähigkeit
- hoher Wärmeausdehnungskoeffizient
- gering bzw. nicht magnetisch

Zur Verwendung kommen Bleche aus rostfreiem Stahl in immer größerer Verarbeitung in der Industrie oder im Haushalt wegen der guten Unformbarkeit und Langlebigkeit. Aber auch in der Medizin bzw. medizinischen Geräten bietet der Einsatz viele Vorteile, z.B. hygienische Aspekte oder die antibakterielle Wirkung (oligodynamischer Effekt).

Als Beispiel zwei bekannte Bezeichnungen:
V2A z.B. Werkstoff-Nr. 1.4301 (X5CrNi18-10),
V4A z.B. Werkstoff-Nr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2)

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